Systematische Zahnfleischbehandlung

 

Das Ziel der systematischen Zahnfleischbehandlung ist es, die Bakterienansiedlungen unter dem Zahnfleisch und in den Zahnfleischtaschen zu entfernen und somit die Ursache der Entzündung zu beseitigen.

 

Die systematische Zahnfleischbehandlung lässt sich in vier Abschnitten gliedern:

  • Vorbehandlung (2-3 Sitzungen)

Dabei werden alle Beläge, die über dem Zahnfleisch angesiedelt sind, gründlich entfernt - und zwar manuell und maschinell. Wir zeigen Ihnen die Tipps und Tricks, die Sie in die Lage versetzen, diesen belagfreien Zustand auch zu Hause zu erreichen. Ihre Mitarbeit ist für den Erfolg der eigentlichen Zahnfleischbehandlung übrigens maßgeblich: Nur gemeinsam können wir das optimale Ergebnis erzielen.

 

  • Behandlung (1-2 Sitzungen)

Die eigentliche Zahnfleischbehandlung besteht darin, dass die in der Tiefe angesammelten Bakterienkolonien und deren harte Auflagerungen (die so genannten Konkremente) von den Wurzeloberflächen entfernt werden. Dies geschieht mit speziellen Handinstrumenten, mit Ultraschall, mit medizinischen Spüllösungen und mit Laser, wobei die Behandlung i.d.R. unter örtlicher Betäubung abläuft. Der Laser (auf den wir besonders stolz sind) arbeitet mit einem fluoreszenzgesteuerten Feedbacksystem, das in der Tiefe der Zahnfleischtaschen Bakterien und Konkremente aufspürt und sie gezielt mit kleinen Laserlichtimpulsen verdampft, bis die Tasche steril ist. Zusätzlich wird mit dem Laser die Mikrozirkulation angeregt und die Heilung beschleunigt.

Anmerkung: Gelegentlich kann eine vorübergehende Warm-Kalt-Empfindlichkeit sowie eine Aufbissempfindlichkeit an einigen Zähnen auftreten. Dies ist kein Grund zur Sorge.

 

  • Eventuelle Regeneration (Knochenwiederaufbau)

In bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit, durch die Parodontitis verloren gegangenen Knochen und den Zahnhalteapparat wieder aufzubauen (zu regenerieren).

Durch spezielle minimalinvasive mikrochirurgische Maßnahmen und biologisch aktive Stoffe wird der eigene Knochen dazu angeregt, neue eigene Knochenmasse zu bilden. Voraussetzung dafür ist natürlich eine abgeschlossene systematische Zahnfleischbehandlung und eine gute Mundhygiene seitens des Patienten.

 

  • Nachsorge und Recall

Mit der Zahnfleischbehandlung werden die Bakterien bestmöglich aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Damit ist jedoch die prinzipielle Anfälligkeit gegenüber diesen Bakterien nicht beseitigt, d.h. die Zahnfleischerkrankung kann unter Umständen wieder kommen. Damit dies nicht passiert, ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich nicht erneut eine kritische Bakterienmenge am Zahnfleischsaum und in Resttaschen ansammeln kann. Dafür müssen Sie Ihre Zähne sorgfältig putzen und regelmäßig zur Nachsorge, gilt es doch, den nach der Behandlung erreichten verbesserten Zahnfleischzustand dauerhaft zu erhalten. Um der Gefahr zu begegnen, die von den im Mund vorhandenen Bakterien für das Zahnfleisch ausgeht, ist die fortwährende Nachsorge der Zahnfleischbehandlung also von größter Wichtigkeit.

 

Die Nachsorge besteht aus regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen, die dafür sorgen, dass sich auch an schwer zugänglichen Stellen keine neuen Bakterienkolonien ansiedeln können. Zusätzlich werden medikamentöse Spülungen eingesetzt, die neben der Parodontitisprophylaxe auch vor Karies schützen. Diese Maßnahmen sind praktisch schmerzlos und werden von unseren Prophylaxeassistentinnen in Abständen von 1 bis 3 Monaten durchgeführt. Die Intervalle zwischen den einzelnen Sitzungen sind dabei abhängig vom Schweregrad der Erkrankung.

 

 

Hier können Sie unsere Parodontitis-Flyer downloaden: 

 

 

 

Schon gelesen? Infos zu Leistungen unserer Praxis für Patienten kurz und knapp zusammengestellt:

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Quelle: KU64, Praxis für Prophylaxe und Zahnarzt in Berlin

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